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Steuererklärung 2018: Fristen und Fristverlängerung | Teil 2

Hierder zweite Teil zum Thema "Steuererklärung 2018: Fristen und Fristverlängerung".

Vorabanforderung möglich

Es bleibt den Finanzämtern vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern. Von dieser Möglichkeit soll insbesondere Gebrauch gemacht werden, wenn

  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum die erforderlichen Erklärungen verspätet oder nicht abgegeben wurden,
  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum kurz vor Abgabe der Erklärung bzw. vor dem Ende der Karenzzeit nach § 233a Absatz 2 Satz 1 AO nachträgliche Vorauszahlungen festgesetzt wurden,
  • sich aus der Veranlagung für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum eine hohe Abschlusszahlung ergeben hat,
  • hohe Abschlusszahlungen erwartet werden,
  • für Beteiligte an Gesellschaften und Gemeinschaften Verluste festzustellen sind oder
  • die Arbeitslage der Finanzämter es erfordert.

 

Kontingentierung: Vereinbarung zwischen Finanzamt und Steuerberater

Im Rahmen der sog. Kontingentierung können Angehörige steuerberatender Berufe mit der Finanzverwaltung Vereinbarungen treffen. D. h., dass ein bestimmter prozentualer Anteil an Steuererklärungen bis zu einem vereinbarten Stichtag einzureichen ist (§ 149 Abs. 6 AO). Damit soll ein kontinuierlicher Eingang der Steuererklärungen bei den Finanzämtern erreicht werden.

 

Steuererklärung: Frist verpasst

Bei Nichteinhaltung der Fristen kann die Finanzbehörde ein Zwangsgeld androhen und festsetzen (§§ 328 ff. ). Bleibt auch dies erfolglos, kann sie eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ankündigen und durchführen (§162 AO). Legt der Steuerpflichtige gegen den Schätzungsbescheid Einspruch ein, kann die Finanzverwaltung von der Fristsetzung nach § 364b AO Gebrauch machen, wonach Erklärungen und Beweismittel, die erst nach Fristablauf vorgelegt werden, nicht berücksichtigt werden.

 

Steuererklärungen 2018: Automatisierter Verspätungszuschlag

Für Steuererklärungen, die nach dem 31.12.2018 einzureichen sind, kommt nun der automatische Verspätungszuschlag zum Einsatz. Dieser wurde ebenfalls durch das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in § 152 Abs. 2 AO neu geregelt.

Die verschiedenen Finanzverwaltungen empfehlen die elektronische Abgabe der Steuererklärung . So auch Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers, der den Vorteil für alle Beteiligten hervorhebt: Das Finanzamt müsse die Daten nicht mehr manuell eingeben, die Steuerpflichtigen könnten in den Folgejahren viele Daten aus dem Vorjahr elektronisch übernehmen. Auf die Abgabe einer Papiererklärung kann zukünftig ganz verzichtet werden. "Wir arbeiten weiter daran, die Abgabe der Steuererklärung möglichst einfach zu machen und den zeitlichen Aufwand zu minimieren. Dabei hilft uns die Digitalisierung", erklärte Hilbers.

 

Thüringer FinMin, Meldung  v. 9.1.2019, FinMin Sachsen-Anhalt, Meldung v. 15.1.2019, FinMin Niedersachsen, Meldung v. 8.2.2019, LfSt Rheinland-Pfalz, Meldung v. 11.2.2019

 
Diese fachlichen Informationen können den zugrundeliegenden Sachverhalt oftmals nur verkürzt wiedergeben und ersetzen daher nicht eine individuelle Beratung durch Ihren Steuerberater.

 

Quelle: https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/Steuererklaerung-2018-Fristen-und-Fristverlaengerung_164_435790.html

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