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Unterhalt absetzen Teil 2

Kindesunterhalt

außergewöhnliche Belastung

Kann oder soll der Unterhalt nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden, muss die Anlage Unterhalt ausgefüllt werden. Aufgepasst: Das ist nicht dieselbe Anlage wie Anlage U!

In diesem Bereich kann auch Unterhalt an andere Personen angesetzt werden, es muss nicht der (Ex)Partner sein.

Voraussetzung für die Anerkennung als außergewöhnliche Belastung sind: kein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibeitrag und

  • geringes Vermögen des Unterstützten und
  • Angabe der Steueridentifikationsnummer des Unterhaltsempfängers (bei Steuerpflicht in Deutschland) und
  • Angabe der Einnahmen des Unterstützten

 

In dieser Kategorie können max. 9.000€ ab 2018 (8.820€ 2017) abgezogen werden. Dieser Betrag wird um Einkünfte des Unterhaltsempfängers gekürzt, die 624€ jährlich übersteigen. Der Unterstützte muss seine Steueridentifikationsnummer für den Unterhaltsgeber zur Verfügung stellen. Wird die Nr. nicht angegeben, so darf der Unterstützer diese beim Finanzamt erfragen.

Allerdings: wenn der Unterstützte gegenüber dem Unterhaltsgeber keine Angaben über sein Einkommen machen kann oder will, kann das Finanzamt den Steuerabzug streichen.

 

Beispiel:

Tim, der Sohn von Armin und Charlotte, ist 29 Jahre alt, hat kein großes Vermögen und studiert. Er wird von seinem Vater finanziell mit 600€ mtl. unterstützt. Tim verdient neben dem Studium 500€ mtl. als Barkeeper dazu.

Unterhalt an Tim: 12*600€ = 7.200€, Verdienst Tim 500€ * 12 = 6.000€

Die außergewöhnlichen Belastungen werden wie folgt berechnet:

7.200€ (ungekürzt, da geringer als Höchstbetrag)

– 5.376€ (6.000€-624€) =  1.824€ ansetzbar

 

Da die Eltern keinen Anspruch mehr auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag für Tim haben, ist der Ansatz der Unterstützung als außergewöhnliche Belastung möglich. Zudem hat Tim kein nennenswertes Vermögen, Tims Vater gibt die SteuerID seines Sohnes in der Einkommensteuererklärung an und der anzusetzende Betrag wurde um Tims Einkünfte gekürzt.

 

Zumutbare Belastung

Allerdings muss bei außergewöhnlichen Belastungen immer die zumutbare Belastung erst überschritten werden, damit sich eine Belastung steuerlich überhaupt auswirkt. Die zumutbare Belastung ist ein %-Satz, der von der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte und vom Familienstand bzw. der Anzahl der Kinder abhängt.

 

Diese fachlichen Informationen können den zugrundeliegenden Sachverhalt oftmals nur verkürzt wiedergeben und ersetzen daher nicht eine individuelle Beratung durch Ihren Steuerberater.

 

Quelle: https://www.smartsteuer.de/online/steuertipps/unterhalt-absetzen/

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