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44-€-Freigrenze für Sachbezüge: Benzingutschein oder Tankkarte?

Auffassung der Finanzverwaltung

Sachbezüge sind im Ergebnis steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn die sich – nach Anrechnung der Zuzahlung des Arbeitnehmers – ergebenden geldwerten Vorteile 44 € monatlich nicht übersteigen.


Ein (Waren-)Gutschein ist nur dann ein Sachbezug, wenn die Ware oder Dienstleistung der Art und Menge nach konkret bezeichnet und kein Betrag/Höchstbetrag angegeben wird.

 

Praxis-Info!

 

Problemstellung

In der Praxis wird die 44-€-Freigrenze für Sachbezüge sehr häufig durch Ausgabe von Benzingutscheinen genutzt (z.B. Benzingutschein für 30 Liter Diesel). In letzter Zeit wurde die Annahme solcher Benzingutscheine jedoch von vielen Tankstellen abgelehnt und stattdessen die Verwendung von Tankkarten empfohlen. Es stellt sich somit die Frage, ob die 44-€-Freigrenze auch bei Verwendung von Tankkarten genutzt werden kann.

Lösung

Tankkarten haben regelmäßig eine Zahlungsfunktion und wirken daher wie eine Firmenkreditkarte. Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine solche Tankkarte für dessen privaten Gebrauch, hat die Zuwendung Bargeldcharakter. Der Arbeitgeber könnte dem Arbeitnehmer nämlich statt der Tankkarte auch Bargeld zum Tanken geben. Da der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer keinen Sachbezug zuwendet, ist die 44-€-Freigrenze für Sachbezüge nicht anwendbar. Ein Sachbezug liegt hingegen regelmäßig vor, wenn Benzingutscheine über eine Kundenkarte des Arbeitgebers abgerechnet werden, die bei der Tankstelle verbleibt.

 

Beispiel:

Beispiel zur Aushändigung eines Warengutscheins mit Angaben zu Treibstoffart und Literzahl:Der Arbeitnehmer erhält einen durch den Arbeitgeber selbst ausgestellten Warengutschein über Benzin für den privaten Gebrauch; Treibstoffart und Literzahl sind genau angegeben. Abgerechnet wird über eine Kundenkarte des Arbeitgebers, die bei der Tankstelle verbleibt. Der Arbeitnehmer bekommt keine Tankkarte ausgehändigt.

 

Lösung:

In diesem Fall liegt ein Sachbezug vor, auf den die 44-€-Freigrenze angewendet werden kann.

Quelle: https://rsw.beck.de/cms/?toc=BC.670&docid=258321

Diese fachlichen Informationen können den zugrundeliegenden Sachverhalt oftmals nur verkürzt wiedergeben und ersetzen daher nicht eine individuelle Beratung durch Ihren Steuerberater.

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